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Wärme · Förderung

Reform der Heizungsförderung 2026

Ab dem 21. Juli 2026 gelten neue Regeln für die staatliche Heizungsförderung (BEG/KfW). Die Förderung bleibt grundsätzlich bestehen – allerdings ändern sich einige Zuschläge und Berechnungsgrundlagen.

Die gute Nachricht zuerst

Die Reform ist kein Grund, ein Heizungsprojekt abzusagen oder zu verschieben.

Für viele Bauherren ändern sich die Zuschüsse nur moderat. Manche erhalten etwas weniger Förderung, andere profitieren sogar von den neuen Einkommensregelungen. Entscheidend sind Ihre persönliche Situation und der Zeitpunkt der Antragstellung.

Was ändert sich?

Vier Punkte, die Sie kennen sollten

1 · Einkommensgrenzen

Neue, feiner gestaffelte Einkommensförderung

Die Einkommensförderung wird künftig feiner gestaffelt. Das bedeutet:

  • Haushalte mit niedrigem Einkommen können sogar mehr Förderung erhalten.
  • Haushalte knapp oberhalb der bisherigen Grenze von 40.000 € profitieren erstmals ebenfalls von einem Bonus.
  • Sehr hohe Einkommen erhalten weiterhin keinen Einkommensbonus.
2 · Austauschbonus

Der Klimageschwindigkeitsbonus wird kleiner

Wer eine alte fossile Heizung ersetzt, erhält weiterhin einen Klimageschwindigkeitsbonus. Dieser sinkt jedoch schrittweise:

  • bis 20.07.2026 20 %
  • ab 21.07.2026 16 %
  • danach alle 6 Monate − 4 Prozentpunkte
  • Mitte 2028 entfällt vollständig
3 · Effizienzbonus

Bonus für natürliche Kältemittel entfällt

Bislang wurden Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln zusätzlich gefördert. Dieser Effizienzbonus von 5 % entfällt vollständig.

4 · Förderfähige Kosten

Maximal förderfähige Kosten sinken

Für die erste selbstgenutzte Wohneinheit reduziert sich der Kostenrahmen schrittweise. Dadurch kann sich der maximale Zuschuss künftig etwas verringern.

Wer profitiert?

Diese Gruppen können sogar besser fahren

  • Haushalte mit geringerem Einkommen
  • Familien mit Kindern
  • Eigentümer, die bisher knapp oberhalb der alten Einkommensgrenze lagen

Diese können teilweise sogar eine höhere Förderung erhalten als bisher.

Wer erhält künftig etwas weniger?

Für diese Gruppen fällt die Förderung häufig geringer aus

  • Haushalte mit höherem Einkommen
  • Bauherren, die mit dem bisherigen Effizienzbonus gerechnet haben
Sollte ich deshalb warten?

Nein – meist ist das Gegenteil sinnvoll.

Der eigentliche Unterschied entsteht nicht durch die Reform selbst, sondern dadurch, dass der Klimageschwindigkeitsbonus und die förderfähigen Höchstkosten künftig alle sechs Monate weiter sinken.

Wer ohnehin eine neue Heizung plant, fährt in vielen Fällen besser, wenn die Antragstellung zeitnah erfolgt.

Fazit

Änderungen ja – aber keine grundsätzliche Abkehr von der Förderung.

Die Reform der Heizungsförderung bringt Änderungen – aber keine grundsätzliche Abkehr von der Förderung. Für manche Eigentümer fällt der Zuschuss etwas geringer aus, andere profitieren sogar von den neuen Regelungen.

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Wer seine Heizung ohnehin modernisieren möchte, sollte nicht unnötig warten. In vielen Fällen kostet das Zuwarten mehr Förderung als die Reform selbst.

Hinweis: Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Eckpunkte der geplanten BEG-Reform 2026 zusammen und ersetzt keine individuelle Förderberatung. Verbindlich sind die Vorgaben von BAFA und KfW.

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